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De rerum natura

ein musik ± filmprojekt
20 Jahre Klanglabor
Trailer Link siehe unten!
De rerum natura (nach: Lucretius, Vom Wesen der Dinge, 1. Jh v. Chr.) ist in erster Linie Film (optional verbunden mit einem Live Intro und Outro des Klanglabors) und nährt sich aus Elementen der Poesie, der Literatur, der Architektur, der Zeichnung, der Malerei, der Philosphie, der Wissenschaft und natürlich der Musik. Es ist ein musikalisch-filmischer Essay über das Menschsein, entstanden anlässlich eine 5-wöchigen Arbeitsaufenthalts im CultRaum Straß im Straßertale in Niederösterreich.


Der Film beschäftigt sich mit dem Innen und dem Außen des CultRaums in Straß. Der renommierte Filmemacher und Klanglaborant Arno Oehri hat die gesamte Aufenthaltszeit im Frühling 2026 filmisch begleitet und sich in rein assoziativer und lustbetonter Manier durch die Architektur und durch den Umraum, vom hinter dem Cultraum gelegenen Wald bis zum Stift Zwettl, treiben lassen und alles gefilmt, was gerade spontane Aufmerksamkeit einforderte.


Ein Lichtreflex auf dem Kirchenboden, die kargen Äste der Eichen, die erratischen Zeichen der Weinreben, die erwachenden Blüten einer Frühlingsblume, die tanzenden Blasen im Brunnenwasser, hinwegziehende Flugzeuge mit ihren Himmelszeichnungen, das hinter dem Cultraum äsende Reh, aber auch performanceartig inszenierte Begebenheiten im Fahrwasser der Musikaufnahmen, eine faszinierende, lädierte Marienstatue, die Skulptur über dem Eingangsportal, der historische Kreuzgang und der Hildegardgarten in Zwettl, die Weinberge im Kamptal etc. etc.


Eingebettet in die Bildabfolge sind freie Gedankengänge, poetische Sprachbilder und rhythmische Evokationen von sprachlich eingefangenen Wahrnehmungen, aber auch Zitate, von den antiken Lehren des Lucretius bis zu Beobachtungen aus der Quantenphysik. Gesprochen sind die Texte vom 89-jährigen Schauspieler Klaus-Henner Russius.


De rerum natura ist ein essayistisch zusammengesetztes, frei assoziatives Aufeinandertreffen von Bildern und Inhalten, von Klängen, Musik und Texten, entstanden aus der künstlerisch-musikalischen Klausur des Klanglabors im Waldviertel im Frühling 2026.




Der CultRaum Straß mit dem ehemaligen Kirchenraum und dem fast klösterlich umfriedeten Anwesen ist ein noch eher unbekanntes Kleinod am Rande des Waldviertels und bietet eine sehr spezielle Akustik und zusammen mit der Umgebung auch visuell eine einmalige Atmosphäre der Konzentration.


Es ist davon auszugehen, dass sich bereits in vorchristlicher Zeit an dieser markant steil abfallenden Felswand ein Kultplatz befand. Eine erste christliche Kirche konnten archäologische Grabungen fu?r die Zeit um 1200 nachweisen. Reste dieses Baus finden sich bis heute in den Mauern des Cultraum Straß. Nach einer zweiten Bauphase, die ebenso noch der Romanik zuzuordnen ist, erhielt das Bauwerk durch Vergrößerung und Einzug des gegenwärtigen Kreuzrippengewölbes um 1330 seine
gegenwärtige Gestalt.


Ende des 16. Jahrhunderts hatten kriegerische Auseinandersetzungen Ort und Kirche schwer in Mitleidenschaft gezogen. Auch das kalte unwirtliche Klima im engen Straßertal mag dazu beigetragen haben, dass die Ortschaft in Richtung Su?den, dem heutigen Zentrum von Straß verlegt und neu errichtet wurde. Um das Jahr 1630 wurde schließlich an dem neu entstandenen Ort eine neue Kirche gebaut. Der Cultraum Straß verlor sein Langhaus, dessen Abbruchmaterial nun im Bau der neuen Kirche
seine Verwendung fand. Nur das "Heiligste" der alten Kirche, nämlich das Presbyterium als Raum fu?r den Priester mit Sanktuarium und Altar blieb bestehen. Der Übergang zum ehemaligen Langhaus wurde vermauert und mit einem Steinportal vom alten Langhaus versehen.


Im Zuge der josephinischen Reformen wurde der Sakralraum schließlich 1787 entweiht, in weltliche Hände entlassen und zu einem Bauernhaus umgebaut und erweitert. Ab 2011 ließen umfangreiche Restaurierarbeiten den Innenraum des urspru?nglichen Presbyteriums durch Entfernung späterer Einbauten wieder im alten Glanz entstehen. (www.cultraum.com)



>>> Trailer De rerum natura